Im Sport ist Homosexualität bis heute ein Thema, über das lieber der Mantel des Schweigens gebreitet wird. Vor allem der Männerfußball bleibt eine Domäne der vermeintlich ausschließlichen Heterosexualität. Stand heute gibt es keinen offen schwulen und aktuell spielenden (ich vermeide bewusst das Wort „aktiven“ 😉 ) männlichen Profi-Kicker. Daran ändert auch diese Kampagne der mexikanischen Nationalmannschaft, die sich vor allem gegen homophobe Schmähgesänge in Fußball-Stadien richtet, erstmal nichts.

Hintergrund der Kampagne ist laut Out.com, dass in mexikanischen Stadien ein beliebtes Schimpfwort „Puto“ ist, was auf spanisch soviel wie „Schwuchtel“ oder „männliche Prostituierte“ heißt. Die Kampagne wurde gestartet, nachdem die FIFA den mexikanischen Fußballbund kürzlich mit einer Strafe von 20.000 Dollar für diskriminierende Wörter in den Schmähgesängen der Fans belegt hatte.

Der mexikanische Fußballbund hält die Strafe allerdings für ungerechtfertigt, da einige Schimpfwörter einfach „kulturell zu verstehen sein müssen“ und keinen diskriminierenden Hintergrund haben. Aha.

In jedem Falle ist ein Bekenntnis für Respekt und gegen Homophobie ein willkommenes Signal zu mehr Offenheit im Fußball.

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