Queerio! liefert euch wieder die wichtigsten News aus der LGBT-Welt, damit ihr optimal auf die spannenden und hitzigen Diskussionen mit Freunden am Wochenende vorbereitet seid.

Nigeria: Aufregung um homosexuellen Botschafter aus der Schweiz

Eric Mayoraz, der schweizer Botschafter in Nigeria, sah sich Anfang der Woche in dem afrikanischen Land einer schwulenfeindlichen Kampagne ausgesetzt. Ihm wird „zur Last gelegt“,  dass er mit seinem brasilianischen Freund in einer schwulen Beziehung lebt. Gleichgeschlechtlicher Sex und homosexuelle Beziehungen sind jedoch in Nigeria verboten und werden hart bestraft. Dementsprechend soll die nigerianische Regierung eine Untersuchung gegen Mayoraz eingeleitet haben. Dieses wird jedoch inzwischen von der nigerianischen Regierung bestritten, die auf die guten Beziehungen mit der Schweiz verweist. Weitere Details bei 20min.ch und bei blick.ch

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USA: Stars und Wirtschaft protestieren weiter gegen diskriminierende Gesetze

Der Kampf um LGBT-Rechte in den amerikanischen Südstaaten geht weiter. So solidarisieren sich zahlreiche Künstler mit dem Protest gegen die in North Carolina und Mississippi erlassenen LGBT-diskriminierenden Gesetze – von Bryan Adams und Bruce Springsteen, die ihre Konzerte in North Carolina und Mississippi abgesagt haben, bis hin zu Billy Ray Cyrus, Country-Sänger und Vater von Miley Cyrus. Auch Sharon Stone hat geplante Dreharbeiten in Mississippi aus Protest abgesagt. Weitere Protestbekundungen von u.a. Ringo Starr und Gregg Allman fasst Time.com zusammen.

Auch in der Wirtschaft regt sich weiterer Protest. So hat die Deutsche Bank bekannt gegeben, ursprünglich geplante 250 Arbeitsplätze in North Carolina nun doch nicht schaffen zu wollen.

Unterhaltsam ist die Meldung, dass das Porno-Portal xHamster Zugriffe aus North Carolina blockt. In einem Post auf Instinctmagazine.com ist zudem eine Stellungnahme von xHamster zu sehen, welche die Verlogenheit dieses Bundesstaates hervorhebt und die Zahl der Suchanfragen zu Schwulen- und Transgender-Pornos aus North Carolina offen legt.

Leider befindet sich nun jedoch ein weiteres Gesetz in Tennessee in Vorbereitung, welches Therapeuten erlauben würde, aus persönlichen Überzeugungen Hilfe für z.B. LGBT-Personen abzulehnen – theadvocate.com berichtet. Das amerikanische Newsportal abc.com fasst in einem analytischen und lesenswerten Artikel die Lage in zusammen.

Sharon Stone sagt Dreharbeiten in Mississippi ab.

 

China: Recht auf Homo-Ehe abgelehnt

Auch in China geht der Kampf für LGBT-Rechte weiter. Die Deutsche Welle berichtet, dass eine Klage für die Homo-Ehe zwar per Eil-Gerichtsurteil abgelehnt wird, neu ist dabei allerdings, dass eine Klage diese Art erstmals überhaupt vor ein Gericht kam.

Russland: Journalist von homophobem Erpresser ermordet

Wie Pinknews berichtet, wurde ein schwuler russischer Journalist von einem homophoben Hitler-Verehrer erstochen, der den Journalisten aufgrund seiner sexuellen Orientierung erpressen wollte. Man darf gespannt sein, wie die russische Justiz mit dem Fall umgeht.

Berliner Landeskirche: Kirchliche Homo-Trauungen bald erlaubt?

Wie Queer.de berichtet, stimmt die Berliner Landeskirche für Trauungen von Lesben und Schwulen. Auch die Synode der protestantischen Landeskirche in Norwegen hat die kirchliche Hochzeit von Homo-Paaren beschlossen – berichtet ggg.at.

Und die Top-Meldung der Woche zum Schluss: Stan und Olli, das schwule Pinguin-Paar aus Berlin, zieht um in den Hamburger Zoo – berichtet der NDR. Wir wünschen den zwei Turteltauben in der neuen Heimat alles Gute. Und wenn sie das Berghain mal vermissen – die Zugfahrt dauert ja keine zwei Stunden.