Je mehr Musik man im Leben gehört hat, desto seltener wird man von einer neuen Band noch wirklich überrascht. Umso erfreulicher, wenn es dann doch mal wieder gelingt, sich für eine Stimme, ein Album oder eine Band zu begeistern. So geschehen bei Hop Along aus Philadelphia. Der zugegebenermaßen drollige Bandname ist die verkürzte Version von „Hop Along, Queen Ansleis“ . Unter diesem Namen war Sängerin Frances Quinlan zunächst solo als Folk-Sängerin unterwegs.
Werbung




Drei Jahre nach ihrem ersten Album stieg dann ihr Bruder Mark als Schlagzeuger ein, wenig später noch Tyler Long als Bassist. Das heutige Line-up wird vom Gitarristen Joe Reinhart komplettiert. Nach dem ersten vollständigen Band-Album „Get Disowned“ aus dem Jahr 2012, das mit dem Song „Tibetan Pop Stars“ bereits einen kleinen Indie-Szene-Hit enthielt, brachte Hop Along letztes Jahr das Album „Painted Shut“ heraus.

Painted Shut

Und tatsächlich bringt „Painted Shut“ nun alles auf den Punkt: hervorragende Songs, die wuchtig aber ebenso filigran von einer dichten Produktion in Szene gesetzt werden. Co-Produzent bei dem Album ist übrigens John Agnello, der bereits Alben von u.a. Dinosaur Jr. , Son Volt, Okkervil River und Sonic Youth produzierte.

Zentrales Element von Hop Along ist aber die Stimme von Frances Quinlan, bei der man sich zuweilen an Janis Joplin erinnert fühlt. Sie singt, schreit, flüstert und spinnt dabei spektakulär unspektakulär Melodien über die groovigen, teils umwegigen aber immer spannungsreichen Songs. Diese haben zudem ein angenehmes Maß an Komplexität, sodass es auch nach dem x-ten Hören immer noch neue Details zu entdecken gibt. Und so ist das Album alles in allem schlicht großartig und eine absolute Empfehlung für Freunde von alternativer Rockmusik.

Hop Along sind eine Band mit einer unglaublich talentierten Sängerin von der wir noch sehr viel hören werden und wollen!

Hop Along Videos:


Hörproben Hop Along „Painted Shut“

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*