Obwohl queere News in dieser Woche angesichts des Terroranschlags am Berliner Breitscheidplatz wenig relevant erscheinen, haben wir für Euch dennoch die Meldungen gesichtet und die Top Queer-News der Woche zusammengestellt.

 

Angriff auf drei schwule Männer am Berliner Alexanderplatz

Drei junge Männer sind am Freitag letzter Woche Opfer eines gewalttätigen homophoben Übergriffs am Alexanderplatz geworden. Damit setzt sich leider der Trend (siehe Queerio! News KW19) der steigenden Zahl von homophoben Vorfällen in Berlin weiter fort.

Mehr Details bei der Morgenpost und Queer.de

 


 

Integrations-Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung untersucht Homophobie bei Migranten

Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat eine Studie durchgeführt, bei der jeweils um die 1000 Deutsche ohne Migrationshintergrund, Deutsche mit Migrationshintergrund und in Deutschland lebende Ausländer befragt wurden. Flüchtlinge, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, befinden sich nicht in der Stichprobe.

Dabei wurden zahlreiche Fragen zu politischen und gesellschaftlichen Themen gestellt. Im queeren Zusammenhang war besonders die Frage nach der Zustimmung zu der Aussage „Ich will keine homosexuellen Freunde” interessant.

Dabei gaben 6 Prozent der Deutschen ohne Migrationshintergrund an, keine homosexuellen Freunde zu wollen. Dagegen stimmten etwa ein Viertel der Deutschen mit Migrationshintergrund und der in Deutschland lebenden Ausländer dieser Aussage zu.  Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung entspricht das einem Schnitt von 9%.

Türkischstämmige Zuwanderer stimmen der Aussage durchschnittlich oft zu. Dagegen geben 37 Prozent der Zuwanderer aus Russland an, keine homosexuellen Freunde zu wünschen. Darüber hinaus zeigt sich, dass die Ablehnung Homosexueller mit zunehmender Religiosität steigt – je nach Konfession allerdings auf unterschiedlichem Niveau. Bei Katholiken steigt die Ablehnung von 3 Prozent bei schwach religiösen Katholiken auf 10 Prozent bei stark religiösen Katholiken, bei Protestanten von 5 auf 11 Prozent. 15 Prozent der schwach religiösen Muslime möchten keine homosexuellen Freunde, während dasselbe für jeden dritten stark religiösen Muslim gilt.

Zusammenfassend und wenig überraschend kann man feststellen, dass es also weiterhin Nachholbedarf in Sachen Akzeptanz von Homosexuellen gibt – insbesondere bei Zuwanderern aus Russland und bei religiösen Muslimen.

Die gesamten Studienergebnisse können hier heruntergeladen werden.

 


 

North Carolina: Neuer Kampf um HB2

North Carolina bekommt mit Roy Cooper einen demokratischen Gouverneur. Dieser hatte bereits angekündigt, das als „Bathroom Bill“ bekannte LGBT-feindliche HB2 Gesetz (siehe Queer News KW 14) seines Vorgängers zurückzunehmen zu wollen – womit er allerdings bei den Republikanern auf Granit beißt. Nachdem es anfänglich nach einem Kompromiss aussah, haben sich jetzt beide Lager nicht auf eine Rücknahme des Gesetzes einigen können.

Die aktuelle Entwicklung bei Gaytimes.co.uk und Reuters

 


 

Josef & Josef und Maria & Maria

Ein kalifornischer Online-Shop hat mächtig Ärger mit fundamentalistischen Christen bekommen. Anlass für die Auseinandersetzung war das Angebot von Weihnachtsschmuck mit jeweils zwei Josefs oder zwei Marias an der Krippe. Dies wurde als „blasphemischer Versuch, die Weihnachtsgeschichte umzuschreiben“ gedeutet. Der Shop-Betreiber überlegt nun, das Angebot zu entfernen – wie er sagt, aus Respekt für seine Mitmenschen.

Mehr dazu bei Dailymail.co.uk

 


 

Schwules Paar erhält hunderte Briefe an den Weihnachtsmann und beantwortet jeden davon!

Zum Abschluss dieser Top Queer-News hier noch eine rührende Weihnachtsgeschichte von einem schwulen Paar, das seitdem sie 2010 in eine Wohnung in Manhattans 22ster Straße zogen, immer mehr Briefe bekam – adressiert an den Weihnachtsmann.

Anfänglich haben die beiden noch alle Briefe selbst beantwortet – mittlerweile greifen sie auf ein ganzes Netzwerk von Freunden und Helfern zurück, das sie über eine Facebook Gruppe organisieren. Dort werden inzwischen Briefe aus den verschiedensten Ecken der Welt beantwortet und – zur Begeisterung von vielen bedürftigen Kindern – auch für Geschenke gesorgt.

Wie es dazu kam, dass die beiden die Weihnachtsmann-Briefe bekamen, ist ungeklärt – eine plausible Theorie besagt, dass in der Wohnung einst der „Night Before Christmas“ Autor Clement Clarke Moore wohnte.

Die ganze Story haben die Pinknews

 

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