Mit uns seid ihr immer bestens informiert: Die queeren News der Woche (KW 40) – zusammengefasst von der Queerio-Redaktion.

 

Papst über Homosexualität: ‚Sünde ist Sünde‘

Im Rahmen einer Reise nach Tiflis hat sich Papst Franziskus wieder einmal zu Homosexualität und Homo-Ehe geäußert. So beklagt er laut Queer.de auf der einen Seite einen durch die Gender-Theorie getriebenen ‚Weltkrieg‘ gegen die Hetero-Ehe. Auf der anderen Seite wünscht er sich, ‚Homosexuelle näher zu Gott zu führen‘ und, dass Homosexuelle nicht aus der katholischen Kirche ausgegrenzt werden. Allerdings gebe Homosexualität aus katholischer Sicht ‚keinen Grund zum Jubeln‘, denn: ‚Sünde ist Sünde‘. Halleluja!

 

Spanien: Schwules Pärchen in Werbe-Spot sorgt für Proteste

In Spanien sorgte diese Woche laut GGG.at ein Werbespot der Kaufhauskette ‚El Corte Ingles‘ für Aufsehen, in dem zwei schwule Männer verzweifelt versuchen, ein Schulbuch für ihre beiden Kinder mit Folie zu bekleben. Obwohl der Werbespot völlig harmlos ist und lediglich auf humorvolle Art zeigt, dass auch Regenbogenfamilien mit ganz normalen Problemen zu kämpfen haben, sorgte er für Unmut bei der konservativen Bevölkerung.

Nachdem sich über 21.000 Leute einer Petition gegen den Clip angeschlossen hatten, gab die Geschäftsführung der Kaufhauskette klein bei und entfernte den Spot aus der TV-Werbung und von ihren Online-Seiten. Hier könnt ihr ihn dennoch sehen:

 

Russland: Homo-Pärchen für Ikea-Werbung?

Auch in Russland zog diese Woche ein schwules Pärchen große Aufmerksamkeit auf sich: Bei einer Werbeaktion von Ikea konnten sich Kunden als neues Gesicht einer Werbekampagne ablichten lassen – darunter waren auch zwei junge russische Männer, die sich Händchen haltend aneinandergekuschelt haben.

Nachdem der Gewinner durch ein Online-Voting gekürt werden sollte und die beiden Jungs bereits einen großen Vorsprung vor der Konkurrenz hatten (auch dank der Hilfe der ausländischen Gay-Community), wurde nun jedoch ihr Foto – wie Männer.de berichtet – von der Voting-Seite entfernt. Laut einem Sprecher von Ikea Russland geschah dies auf persönlichen Wunsch der beiden. Gut möglich, dass ihnen die ganze Aufmerksamkeit doch zu riskant geworden ist – immerhin ist ‚homosexuelle Propaganda‘ in Russland verboten.

 

Wahl zum ‚Mr. Gay Germany‘

In Köln traten die nach Online-Voting flottesten 20 schwulen Männer zur Auswahl der 8 Finalisten an, die ab jetzt zur Auswahl für den Titel stehen. Der älteste der Kandidaten ist dabei 31, der jüngste 21. Auf der Website mrgaygermany.de findet ihr die Herren.

Am Rande der Veranstaltung kam es allerdings zu eher unangenehmen Vorfällen: sowohl der aktuelle Mr. Gay Germany Tony Eberhardt (siehe Foto unten), als auch einer seiner potentiellen Nachfolger wurden am Kölner Hauptbahnhof  – unabhängig voneinander – beraubt. GGG.at hat dazu die Details

 

 

Ausblick: Am 11. Oktober ist ‚Coming Out Day‘

Nächsten Dienstag, dem 11. Oktober 2016, ist die LGBT-Community wieder dazu aufgerufen, den ‚Coming Out Day‘ zu zelebrieren und offen zu seiner Homosexualität zu stehen. Im Gegensatz zu den Pride-Paraden geht es allerdings nicht darum, gleich der ganzen Welt zu zeigen, wer man ist und wen man liebt, sondern vielmehr seine Mitmenschen im privaten Umfeld zu erreichen und dadurch Homophobie abzubauen.

Verschiedene Untersuchungen zeigen nämlich, dass Menschen, die LGBT’s persönlich kennen, weniger Berührungsängste mit Homosexuellen haben und ihnen gegenüber auch positiver eingestellt sind. Außerdem soll durch den ‚Coming Out Day‘ auch jenen Mut gemacht werden, die sich selbst noch im Coming-Out-Prozess befinden. Wir finden: Eine gute Sache, der man sich durchaus anschließen sollte.

Weitere Infos zum ‚Coming Out Day‘ findet ihr hier.

 

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