Mit uns seid ihr immer bestens informiert: Die wichtigsten Queer-News der Woche (KW 33) – zusammengefasst von der Queerio!-Redaktion.

 

Hillary Clinton Video: Loved Ones

In diesem Wahlkampf-Video unterstreicht Hillary Clinton eindrucksvoll und in emotionalen Bildern ihr Engagement für LGBT-Rechte. Das ist bei allem Pathos sehenswert – wobei einem dieses Video gleichermaßen die Stagnation der deutschen Politik zu queeren Themen in Erinnerung ruft. Kaum zu erwarten, dass wir ähnliches von Angela Merkel oder Sigmar Gabriel vor der nächsten Bundestagswahl zu sehen bekommen. Da regiert weiterhin das „Bauchgefühl“.

 

Neue US Serie ‚Freedom Fighters‘ mit schwulem Superhelden

Das DC-Comicuniversum wird erstmals einen schwulen Superhelden bekommen. Die Serie wird „Freedom Fighters: The Ray“ heißen und digital veröffentlicht. Ob und wann sie in Deutschland zu sehen sein wird ist dabei offen. Die DC-Comicwelt wird darüber hinaus bunter: Auch die Serie Supergirl bekommt eine offen lesbische Polizistin. Details hat Filmstarts.de


 

Prague Pride – 40.000 Teilnehmer für „Freiheit und Liebe“

Auch in Prag ist die Pride, die dieses Jahr unter dem Motto „Freiheit und Liebe“ stand,  nun vorüber. Der Veranstalter meldet 40.000 Teilnehmer. Prag hat sich seit der Wende zu einer der offensten Städte in Osteuropa gemausert und hat eine große und bunte queere Szene zu bieten (Siehe Queerio! Reisebericht).

Einen Rückblick auf die Prague Pride findet ihr bei praguepride.cz. Dort gibt es ebenso Fotos zu sehen.
 

Olympische Spiele sorgen für queere Schlagzeilen

Die Olympischen Spiele haben neben Medaillen, gefaketen Raubüberfällen auf US-Schwimmer und bunten Bildern aus Brasilien, auch queere Themen ins Rampenlicht gerückt.

Nach aktueller Zählung von Queer.de zählt das „Team LGBT“ nun 55 Mitglieder. Letzte Woche kam GGG.at noch 49. Zur Erinnerung: 2012 waren es in London 23 und 2008 in Peking ganze 12 offene LGBT Olympiateilnehmer – bei jeweils über 10.000 Sportlern.

Synchronschwimmen der Männer und der „Anruch des Gay“

Trotz steigender Akzeptanz auch gegenüber queeren Athleten, hält der Deutsche Schwimmverband ein Synchronschwimmen der Männer auch zukünftig nicht für mehrheitsfähig. Jürgen Fornoff, Generalsekretär des Deutschen Schwimmverbands, meint gegenüber der TAZ, dass es „der Anruch des Gay“ sei, der die Aufnahme des männlichen Synchronschwimmens in das Programm der Olympischen Spiele verhindert.

Zwangsoutings bei „The Daily Beast“

Zu einer fiesen Form des Zwangsoutings kam es in einem Artikel von „The Daily Beast“ , der von einem heterosexuellen Autor verfasst war. Der Autor hielt, mit Grindr bewaffnet, im Olympischen Dorf nach schwulen Athleten Ausschau, die er – wenig überraschend – auch fand. In seinem Artikel beschrieb er diese nicht offen schwulen Athleten derart ausführlich, dass sie leicht zu identifizieren waren. Und das, obwohl sie – wie der Autor selbst schrieb – auch aus „notorisch homophoben“ Ländern stammen. Nach entsprechender Aufruhr im Netz ist der Artikel von der Website entfernt worden. Stattdessen ist nun eine Entschuldigung zu lesen. Detailliert hat Slate.com das Thema aufgearbeitet.

Dateneinblendungen beflügeln Phantasie

Für Unterhaltung im Netz sorgen derweil die Dateneinblendungen bei Übertragungen der Wasserspringer. Diese verdecken die spärliche Badehose und erwecken damit den Eindruck, die Sportler würden (ganz wie im alten Olympia) gänzlich unbekleidet ihrem Sport nachgehen.

Das Thema ist eigentlich kein neues, wie dieses Bild von 2012 zeigt, was allerdings sehr zur Freude der Twitter-Kommentatoren mit Rio2016 betitelt wird.

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