Mit uns seid ihr immer bestens informiert: Die 5 wichtigsten LGBT-News der Woche (KW 27) – zusammengefasst von der Queerio!-Redaktion.

Gay Pride in Paris gedenkt der Orlando Opfer

Die Pariser Gay Pride fand dieses Jahr nach den Terroranschlägen von Paris und nur wenige Wochen nach dem Orlando-Massaker unter deutlich erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Fast tausend Beamte sicherten die Parade. Die Route war aus Sicherheitsgründen verkürzt. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und Kulturministerin Audrey Azoulay nahmen an der Parade teil, bei der natürlich auch der Opfer des Orlando Attentats gedacht wurde.

Euronews berichtet in diesem kurzen Video über die Gay Prides in Madrid und Paris:


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Kanadas Premier Justin Trudeau auf Toronto Gay Pride

Wie bereits im Februar angekündigt (Queerio! berichtete), hat Kanadas Premierminister seine Solidarität mit der LGBT-Community mit einer Teilnahme an der Gay Pride in Toronto zum Ausdruck gebracht. Er ist damit der erste kanadische Premier der offiziell an einer Gay Pride Parade teilgenommen hat.  Wie Trudeau gegenüber CP24 sagte: „For me, it is just another great Pride celebration. I’ve been coming to this for years and it’s sort of frustrating that it has to be a big thing.“


Justin Trudeau zeigt sich nahbar auf der Toronto Gay Pride

Eckpunktepapier von Heiko Maas zu Paragraf 175

Bereits Ende letzter Woche legte Bundesjustizminister Maas sein Eckpunktepapier zur Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer von Paragraf 175 vor. Auf Tagesschau.de finden sich Details. Auch wenn die Resonanz überwiegend positiv war, gibt es durchaus noch Kritikpunkte: So kritisieren die Hirschfeld-Stiftung und Die Linke, dass bei der Rehabilitierung nicht berücksichtigt werde, wer einvernehmlichen Sex mit Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren hatte. Einvernehmlicher heterosexueller oder lesbischer Sex mit Jugendlichen zwischen 14 und 16 hat dagegen nicht unter Strafe gestanden. Somit ergibt sich erneut eine Ungleichbehandlung. Mehr dazu bei Queer.de

Neuer Star Trek Spielfilm „Star Trek Beyond“ mit schwulem Sulu

Wie u.a. auf filmstarts.de zu lesen ist, soll Star-Trek-Held Hikaru Sulu im nächsten Star Trek Spielfilm „Star Trek Beyond“ als schwul geoutet werden. Dieses ist als Hommage an George Takei gedacht – dem offen schwulen Darsteller des Original-Sulus aus „Raumschiff Enterprise“. Der findet das laut m-maenner.de allerdings gar nicht so toll und hätte sich lieber eine neue schwule Figur gewünscht.

Wie wählen die Berliner Queers?

Die Universität Wien erforscht in Zusammenarbeit mit der Universität Gießen das Wahlverhalten der Berliner Queer Community. Auf der Website des Projekts heißt es:

„Die Frage nach der sexuellen Identität bzw. sexuellen Orientierung wird in gängigen Wahlstudien leider nicht gestellt. Deshalb wissen wir aktuell nicht, welche politischen Inhalte die LGBTIQ*-Community eigentlich beschäftigen oder welchen Parteien schwule, lesbische, bi-, trans- und intersexuelle  sowie queere Menschen ihre Stimme geben.“

Genau das will das Projekt nun herausfinden und freut sich über eine Teilnahme. Diese ist möglich bis zum 14. August. Projekt Website und Umfrage.

Erstes LGBT Denkmal in Puerto Rico ehrt die Orlando Opfer

Puerto Rico hat sein erstes LGBT-Denkmal eingeweiht. Dieses ist den 49 Opfern des Orlando Massakers gewidmet, von denen mehr als die Hälfte von Puerto-Ricanischer Abstammung waren. Mehr zum Thema bei Theadvocate.com

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Auch lesenswert:

Sputniknews berichtet über einen irischen Imam, der das Fastenbrechen mit Queers feiert.

Im der Zeit wird unter dem Titel „Andersrum ist auch nicht besser – Plötzlich Schwulenversteher“ über Donald Trumps Instrumentalisierung der Queers nach dem Orlando Massaker berichtet.

Ein Hetero, der gerne auf queere Parties geht berichtet im Tagesspiegel über seine Motivation.

Dass schwule Männer in China Wert auf Brustmuskeln legen, veröffentlicht ein Bericht, der Daten aus chinesischen Social Network Apps auswertet. Das klingt erst mal profan – aber wie die Website des China Radio International CRI.cn schreibt, ist dabei eher die Tatsache, dass sich eine Studie in China mit einem Queer-Thema auseinandersetzt, bemerkenswert und positiv zu bewerten: „Trotz der auf den ersten Blick oberflächlichen Informationen aus dem Bericht kann er als in China wichtig angesehen werden, da das Land noch am Anfang des offenen Dialogs über LGBT steht.“ Mehr dazu bei german.cri.cn.

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