Wenn sich mehrere Menschen zusammentun, die bereits einzeln musikalisch erfolgreich waren, spricht man gerne von einer Supergroup. So ist es wohl auch hier mit K.D. Lang, queere Country-Ikone der 90er, Laura Veirs, vielen bekannt seit dem 2005er Album „Meteors“ und Neko Case, die solo oder mit den New Pornographers erfolgreich ist.

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Alle vereint die Liebe zu Alternative Country und Folk. Und genau das wird auf dem Album Case/Lang/Veirs geboten: organischer, wohl-produzierter Singer/Songwriter-Pop. Beim Hören schwirrt einem vieles durch den Kopf: Emmylou Harris, Nico’s Chelsea Girls Album, Tarnation – da hat sicher jeder, je nach musikalischem Hintergrund, seine eigenen Assoziationen. Und zu guter Letzt sind die drei Musikerinnen sich auch selbst Referenz genug.

Gleich im Opener „Atomic Number“ tauchen alle drei Stimmen in wenigen Augenblicken hintereinander auf. Sofort ist  klar – das passt. Ebenso das Arrangement: Der Song beginnt, nahezu lo-fi, mit einer leicht verrauschten akustischen Gitarre. Der einsetzende Drumcomputer macht aber klar: Das Album ist weder lo-fi noch retro. Und so geht es auch weiter: Die drei Stimmen ergänzen sich super, die Songs sind klasse, Arrangements und Begleitband auch. Auch wenn „Supergroups“ nicht per se super Musik produzieren müssen – bei Case/Lang/Veirs ist das geglückt. Das Album wird nicht die Welt verändern, ist aber eines der gelungensten Alben, das seit langem in diesem Genre veröffentlicht wurde.

Anspieltipps: Atomic Number, Delirium und das ruhige Why do we Fight

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Hörproben Case/Lang/Veirs

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